Beratung und Diagnostik sind zwei der vielfältigen Aufgaben im Justizvollzug.

Das Spektrum psychologischer Tätigkeit im Justizvollzug ist breit gefächert und umfasst neben der Beratung der Anstaltsleitung in Fragen der Organisations- und Personalentwicklung und der Beratung der Vollzugsbediensteten insbesondere die Diagnostik und Behandlung einschließlich der psychotherapeutischen Versorgung der Gefangenen. Die Anstaltspsychologen arbeiten im Team mit allen anderen im Vollzug vertretenen Berufsgruppen und wirken maßgeblich an der Optimierung einer behandlungsfördernden Struktur mit.

Die Tätigkeit des psychologischen Dienstes orientiert sich an den Richtlinien für die Fachdienste bei den Justizvollzugseinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen (AV d. JM v. 18.12.2015 – 2400 – IV. 54).

Zu den Aufgaben gehören im Einzelnen:

  1. Diagnostik und Legalprognostik bei Gewalt- und Sexualstraftätern und/oder Persönlichkeitsstörungen – Mitgestaltung der Vollzugsplanung, Erstellung von Gutachten zu Fragen der Eignung der Inhaftierten für vollzugsöffnende Maßnahmen pp.
  2. Psychodiagnostik, Prognostik und (Krisen-)Intervention bei Suizidalität, Gewaltbereitschaft und anderen (psychischen) Auffälligkeiten
  3. psychologische Beratung und Betreuung von Inhaftierten, Psychotherapie (bei vorhandener Approbation) bzw. Vermittlung in Psychotherapie/Sozialtherapie
  4. delikt- und themenzentrierte Behandlung im Einzel- und Gruppensetting
  5. Mitwirkung und Teilnahme an Vollzugskonferenzen
  6. Beteiligung an der Eignungsfeststellung von Bewerberinnen und Bewerbern für den allgemeinen Vollzugsdienst
  7. Kooperation mit externen Einrichtungen
  8. Mitwirkung bei der Aus- und Fortbildung der Bediensteten
  9. Mitarbeit bei der Organisations- und Personalentwicklung

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